Phoenix-Runde: “Gehört der Islam zu Deutschland?”

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Moschee-Vorstoß: Ganz großes Kino, Herr Kauder

Wow. Ganz großes Kino und total “wertkonservativ”. Endlich sagt mal wieder einer was. Ist ja nicht so, dass es nicht schon längst zum guten Ton gehört irgendetwas Negatives über Moscheen zu sagen, den Islam “auch endlich mal kritisieren zu dürfen” da er ja “noch keine Aufklärung durchgemacht hat”. Heute hat Volker Kauder (CDU) seinen Senf dazu gegeben. Moscheen müssten staatlich überwacht werden, da dort häufig Dinge gelehrt würden, die gegen das GG verstoßen und die Werteordnung. Auf eine Nachfrage, wie denn welche Moscheen überwacht werden sollten, wusste Kauder keine Antwort. Die gibt es auch nicht, denn seine Forderung ist bereits Realität: Der Verfassungsschutz überwacht alle Moscheen in denen verfassungsfeindliche Tendenzen vorhanden sind. De Maizière in einem Interview sogar bestätigt, dass Kaders Forderung bereits so durchgeführt wird. Aber Hauptsache einmal wieder Stimmung gemacht. Nur so wird die AfD sicherlich nicht kleiner und vor allem nicht das extremistisch-islamistische Milieu. In der Radikalisierungsprävention weiß man sehr gut über Radikalisierungsursachen bescheid. Hauptgrund ist eine Diskriminierungserfahrung, sei sie nun echt oder eingebildet. Dass Kauders Vorstoß einen Tag vor dem AfD-Parteitag kommt ist kein Zufall aber inhaltlich unter der Gürtellinie. Wie sollen wir Jugendliche von den Fängen der Radikalen feenhaften, wenn sie ständig daran erinnert werden ein “Fremdkörper” im eigenen Land zu sein? Ach ja, so ist das ja gar nicht gemeint. Muslime gehören ja selbstverständlich dazu, nur der Islam nicht. Was für eine Logik. Und natürlich werden auch nicht alle Muslime unter Generalverdacht gestellt. Nö, nur alle Moscheen. Ich finde die Entwicklungen in Deutschland, die parteipolitische Ausbreitung von Muslimfeindlichkeit und auch die Versuche aus der etablierten Politik in radikalisierten Milieus Stimmen abzugreifen ziemlich zum Kotzen!

Kommentar zu Scheuers Islam-Vorstoß

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Der neue Vorschlag von CSU-Generalsekretär Scheuer, jegliche ausländische Finanzierung und Entsendung von Imamen zu unterbinden, wird rechtlich sehr schwierig zu handhaben sein. Es müssten andere religiöse Einrichtungen dann auch ein gleiches Verbot für ausländische Finanzierung etc erhalten. Alles andere würde einen Gleichheitsgrundsatz verletzen. Und bei der katholischen Kirche scheitert das dann auch schon. Derartiges Gepoltere klingt für viele Stammtische erst einmal sehr gut, nach dem Motto “Jawoll, endlich sagt’s mal einer!”. Substanz hat es aber nicht. Die CSU sollte aufpassen, dass sie nicht wieder Erwartungen entstehen lässt, die sie nicht halten können! in Österreich ist der Islam als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Lehrerinnen dürfen ohne Probleme mit Kopftuch unterrichten. Der Islam gehört offiziell zu Österreich. Das wäre auch hierzulande der Nebeneffekt eines solchen Islam-Gesetzes, das nicht per se schlecht sein muss. Nur müssten auch die anderen Punkte den Anhängern erklärt werden. Das hieße also ganz konkret: “Liebe CSU-Parteifreunde, der Islam gehört zu Deutschland.” In den meisten Moscheen wird inzwischen auch auf Deutsch gepredigt. Das ist auch sehr sinnvoll, nur als liturgische Sprache ist Arabisch eben sehr wichtig. Genauso wie Aramäisch bei Assyrern oder Russisch bei orthodoxen Kirchen. Wenn die CSU sich stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinander setzen wollen, dann sollte das zum Beispiel mit Saudi Arabien erfolgen! Aber da fährt die Union seit jeher einen völlig anderen Kurs. Wenn ich in die Kommentarspalten darunter schaue, dann wird mir zum Teil schlecht. “Wir müssen keine Moscheen bereitstellen, solange die ….” gehört zu den harmlosesten Kommentaren mit meist sehr vielen Ausrufezeichen. Dass der Staat dies gar nicht tut wissen wohl die wenigsten “Islamkritiker”. Die Gemeinden tragen die Kosten selbst und da sie nicht über eine Körperschaft verfügen können sie nicht so agieren wie die Kirchen. Im Zuge eines Islam-Gesetzes müsste es daher auch einen Ausbau der theologischen Zentren für die Ausbildung von Imamen geben, deutschsprachigen Islamunterricht, muslimische Wohlfahrt und Seelsorge und vieles mehr. Das alles hat bisher nicht zu den Kernforderungen der CSU gehört. Dieses Gepoltere nützt niemandem. Zumindest nicht ohne umfassende Konzepte!

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Coming soon: Café Abraham Bamberg

Café Abraham

Heute haben sich zwei Bundesvorsitzende des Café Abraham, El Hadi Khelladi und Fabian Schmidmeier, mit Daniela Isljami aus Bamberg getroffen, um über die Gründung eines Café Abraham in Bamberg zu beraten. Dabei konnten wir bereits alle wichtigen Fragen klären und machen uns nun an die Realisierung des Projektes. Bamberg ist mit der Katholischen Theologie, der Judaistik, der Islamwissenschaft, einem Zentrum für Interreligiöse Studien prädestiniert für ein solches Projekt. Wir freuen uns also in naher Zukunft auf neue Bamberger Kolleginnen und Kollegen

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“Verfassungsfeindlicher Islam”: Nein zur AfD. Solidarität mit Deutschlands Muslimen!

 

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Screenshot FAZ-Teaser, Bild mit Artikel verlinkt

Diese Grundsätze der AfD lassen einen nicht mehr an der Verfassungsfeindlichkeit zentraler Führungsfiguren der Partei zweifeln. Von Storch und Gauland möchten den Islam zur “verfassungsfeindlichen Ideologie” erklären und die Religionsfreiheit für Muslime abschaffen. Dadurch werden 4 Millionen Menschen in Deutschland als potenzielle Staatsfeinde diffamiert. Wozu soll das führen, wenn man das konsequent zu Ende denkt? Gauland meint „Wir sind ein christlich-laizistisches Land, der Islam ist ein Fremdkörper. Einen Euro-Islam gibt es in Wirklichkeit nicht“. Wir sind kein “christlich-laizistisches Land”. Deutschland ist säkular, Frankreich ist laizistisch.

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Christlich-laizistisch ist ein Widerspruch in sich und die deutsche Säkularität bedeutet eine religionsoffene Neutralität. Und Bezeichnungen wie “Fremdkörper” sollten bei uns allen die Alarmglocken klingen lassen, denn da ist “Fremdkörper entfernen” nicht weit weg. Auch Gaulands Behauptung „Der Islam ist keine Religion wie das katholische oder protestantische Christentum, sondern intellektuell immer mit der Übernahme des Staates verbunden.” ist schlicht und einfach falsch. Aber was soll man, auch als Islamwissenschaftler, da dagegen argumentieren? Dass es erfundener Quatsch ist, dass “der Islam” stets den Staat übernehmen will? Dann ist man Teil des “Systems” oder man lügt. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die absolute Mehrheit der Muslime in Deutschland ihre Religion völlig konform mit dem GG sieht und lebt. Sie haben meine Solidarität sicher. Nicht “der Islam” ist verfassungsfeindlich, die AfD ist es mit solchen Forderungen.

Ein mörderisches Märchen – in Bamberg?

Nach Nürnberg kommt der Franken-Tatort jetzt nach Würzburg. Die oberfränkische Stadt Bamberg ging bisher leer aus. Wir haben uns in Bamberg umgesehen, welche Potenziale Bamberg als Filmstadt hat und ob sich ein Tatort dort nicht doch lohnen würde …

fridablogger

Teaser. jpgSeit 2015 gibt es die beliebteste Krimiserie endlich auch in Franken. Nach Nürnberg und Erlangen steht jetzt Würzburg auf dem Programm. Bamberg muss also wieder leer ausgehen. Dabei steckt doch das Potenzial in jeder Gasse. Aber auch die Bamberger untereinander sind unschlüssig. Mehr

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tagesspiegel| NSU-Affäre: Die Parlamente müssen die Geheimdienste stärker kontrollieren

Prof. Dr. Hajo Funke

Kontakte zum rechtsterroristischen NSU, Überwachungs-Kooperation mit dem NSA: Das Vertrauen in die Geheimdienste leidet. Ein Geheimdienstbeauftragter könnte ihre Kontrolle und Bedeutung stärken. Ein Kommentar.

VON FRANK JANSEN
 
Schon der Verdacht ist gruselig. Ein rechtsextremer V-Mann des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) soll in seiner Baufirma den NSU-Mörder Uwe Mundlos beschäftigt haben, womöglich auch dessen Komplizen Uwe Böhnhardt. Und vielleicht auch Beate Zschäpe in einem Szeneladen für Textilien.

Wenn das stimmt, ist zu befürchten, dass der Nachrichtendienst näher an der Terrorzelle dran war, als bislang bekannt geworden ist. Oder dass der Spitzel ein doppeltes Spiel getrieben und seinem V-Mann-Führer verschwiegen hat, wer sich in seiner Belegschaft tummelt. Wie auch immer – die Institution Verfassungsschutz gerät in der öffentlichen Wahrnehmung der monströsen NSU-Affäre wieder einmal ins Zwielicht. Deprimierend.

Es geht ja nicht nur um eine seltsame Geschichte. Geschredderte Akten, ein Thüringer V-Mann, der Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zum bewaffneten Kampf ermuntert haben…

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