Diskursanalyse: Deutsche Leitmedien in der Ukraine-Krise

bildschirmfoto-2016-10-23-um-08-27-38Die Ukraine-Krise gilt in Bezug auf die deutsche Medienlandschaft als Geburtsstunde des “Lügenpresse”-Vorwurfes. Pegida und andere Parteien bzw. Bewegungen, die sich als “pro-russisch” präsentieren, reden oftmals von einer “Gleichschaltung” der “Mainstreammedien”. Doch waren die Russlandberichterstattung und die Artikel zur Ukraine-Krise tatsächlich so einseitig? Wie ausgewogen und kritisch waren die Beiträge?

Die Arbeit Der Ukraine-Konflikt in den deutschen Onlinemedien – Eine Analyse der Diskurse in der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der WELT, dem SPIEGEL, der ZEIT und dem Neuen Deutschland soll darüber Aufschluss geben

Advertisements

Deutschland wird sich verändern, viele Flüchtlinge werden bleiben

Deutschland steht Kopf, so scheint es zumindest. Man sei überfordert, daher brauche das Land Obergrenzen. 200.000 Flüchtlinge pro Jahr, mehr ginge nicht. An der Realität geht das vorbei, gerade wenn die neue militärische Situation in Syrien zu einem Sieg Assads führen sollte. Die Politik muss Deutschland auf einen anstrengenden Prozess und große Veränderungen vorbereiten. Weltpolitische Entscheidungen haben lokalpolitische Konsequenzen!

Ein Sieg Assads heißt: Die syrischen Flüchtlinge bleiben

Jede politische Entscheidung, betrifft sie auch weltpolitische Themen, weit von uns entfernt, kommt auf uns zurück. Sie hat lokalpolitische Konsequenzen. In der jetzigen Flüchtlingsthematik heißt das zum Beispiel: Wird es in Syrien so weitergehen und Assad gewinnen, dann wird der Großteil der Syrer hierbleiben und noch Hunderttausende, wenn nicht Millionen, weitere Menschen nach Europa, insbesondere nach Deutschland, kommen. Und, sie werden im Falle eines Sieges von Assad nicht mehr zurückkehren können. Egal wie man sich positioniert, das ist die Konsequenz, das muss jedem Entscheidungsträger klar sein.

Wir brauchen ein bundesweites Konjunkturprogramm für Wohnungsbau und Integration

Dass diese Flüchtlinge dann nicht in Provisorien untergebracht werden können und dies automatisch zu weiteren Konflikten und weiterer Erklärungsnot von Politikern gegenüber der Bevölkerung führt, sollte uns allen bewusst sein. Deshalb sollte es jetzt eine große bundesweite Initiative geben, die die Weichen stellt für Wohnungsbau, Integration und die Grundlage dafür, dass die einheimische Bevölkerung aus unteren Einkommensklassen von einem solchen Programm gleichermaßen profitiert, damit es hier nicht zu Spannungen kommt.

Die Weltreligion Islam wird in Deutschland personell und auch öffentlich stärker vertreten  und sichtbar sein und zu einem integralen Bestandteil der deutschen Gesellschaft werden. Das wird so sein, ob es einigen passt oder nicht und diese Realität gilt es auch jetzt auszusprechen. Die islamischen Theologien in Deutschland sollten daher stärker gefördert werden, da sie auch diese neuen gesellschaftlichen Realitäten auffangen müssen.

Es sollten nicht die gleichen Fehler wiederholt werden, dass in drei Jahren unsere Politik wieder von Dingen überrumpelt und überfordert wirkt, die ganz klar so vorhersehbar waren. Die Konsequenzen sind jetzt klar zu sehen: ein Großteil der Menschen wird bleiben müssen, sie können nicht dauerhaft in Provisorien leben, die Menschen müssen integriert werden und die einheimische Bevölkerung unterer Einkommensklassen muss von neuen Programm gleichermaßen profitieren!

 

Krieg in der Ukraine: Falsche Solidarität

Die Ukraine kommt nicht zur Ruhe. Rechtsextreme sitzen in der vom Westen unterstützten Regierung, Neonazis kämpfen in den Reihen der Ukrainischen Nationalgarde, die ukrainische Luftwaffe bombardiert die Millionenstadt Donezk und Russland zieht Truppen zusammen und schickt selbst Nationalisten in den Kampf. Droht eine massive Eskalation? Continue reading